Hausaufgaben, Klassenarbeiten und Vokabeltests - schon in der Grundschule ist Lernen ein fester Bestandteil des Alltags. Doch viele Kinder wissen gar nicht, wie man richtig lernt. Hier kommen Lernstrategien ins Spiel: Mit den passenden Methoden fällt das Lernen leichter, macht mehr Spaß und bringt bessere Ergebnisse.
In diesem Artikel zeigen wir dir, was Lernstrategien sind, welche Lernstrategien es gibt und wie du dein Kind beim Lernen unterstützen kannst.

Lernstrategien sind bewusst eingesetzte Techniken, mit denen Kinder Informationen aufnehmen, verarbeiten und im Gedächtnis behalten können. Sie helfen dabei, Inhalte nicht nur auswendig zu lernen, sondern wirklich zu verstehen.
Je früher Kinder lernen, wie sie lernen, desto besser. In der Grundschule sollten sie verschiedene Lernmethoden ausprobieren, um herauszufinden, welche am besten zu ihnen passt - denn nicht jedes Kind lernt gleich.
Lernstrategien lassen sich in vier Kategorien einteilen. Sie ergänzen sich gegenseitig und fördern unterschiedliche Bereiche des Lernens:
Diese Strategien beziehen sich auf die direkte Arbeit mit dem Lernstoff. Kinder verarbeiten hier aktiv Informationen, um sie besser zu verstehen und langfristig zu behalten. Typische Methoden sind:
Diese Strategien helfen Kindern dabei, ihr eigenes Lernen zu planen, zu beobachten und zu reflektieren. Sie lernen, bewusst über ihr Lernen nachzudenken. Dazu gehören:
Motivationale Lernstrategien fördern die innere Lernbereitschaft und den Umgang mit Erfolgen. Kinder lernen besser, wenn sie motiviert sind. Hilfreich sind dabei:
Hier geht es darum, die Lernumgebung und äußere Rahmenbedingungen optimal zu gestalten. Ein erfolgreicher Lernprozess wird unterstützt durch:
Besonders wichtig in der Grundschule sind die kognitiven und metakognitiven Lernstrategien. Sie bilden das Fundament für langfristigen Lernerfolg und helfen Kindern, sich selbstständig und mit Strukturwissen anzueignen.
Kognitive Lernstrategien helfen Kindern, neue Inhalte zu verarbeiten und dauerhaft im Gedächtnis zu speichern. Sie eignen sich besonders für das Lernen von Fakten - wie Vokabeln, Rechenregeln oder Sachtexte.
Beispiel: Dein Kind soll das Einmaleins lernen? Dann hilft ein Reim wie: „Sechs mal sechs, das weiß doch jeder, gibt sechsunddreißig – nicht mehr, nicht weniger.“
Metakognitive Lernstrategien stärken die Selbstständigkeit deines Kindes. Es lernt, seinen eigenen Lernprozess zu planen, zu beobachten und anzupassen - eine Fähigkeit, die für die gesamte Schulzeit wichtig ist.
Tipp: Besprecht abends gemeinsam: „Was hat heute beim Lernen gut geklappt?“
Neben den kognitiven und metakognitiven Lernstrategien gibt es zwei weitere hilfreiche Ansätze:
Kinder lernen besser, wenn sie sich selbst motivieren können. Das kann ein Lob sein, ein Sticker auf dem Lernplan oder eine kleine Belohnung nach dem Üben.
Die Umgebung macht einen großen Unterschied: Ein ruhiger, aufgeräumter Schreibtisch, gutes Licht, passende Materialien und regelmäßige Pausen verbessern die Konzentration. Auch Bewegung, Schlaf und Ernährung wirken sich positiv auf das Lernen aus.
Du musst kein Lerncoach sein, um deinem Kind zu helfen. Mit diesen Tipps stärkst du seine Lernkompetenz ganz einfach im Alltag:
Lernstrategien für Kinder sind keine starren Regeln, sondern praktische Werkzeuge, mit denen dein Kind selbstbewusst und strukturiert lernen kann. Wer früh versteht, wie man am besten lernt, hat langfristig mehr Erfolg - in der Schule und im Leben.
Ob mit kognitiven Lernstrategien wie Wiederholen und Visualisieren oder mit metakognitiven Methoden wie Planen und Reflektieren:
Dein Kind kann lernen, wie Lernen funktioniert und du kannst es dabei wunderbar begleiten.